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Interview mit The Blackbox Revelation am Mini Rock Festival
26.08.2010
Britishrock.cc: Wie geht es euch so nach dem Konzert? Dries: Sehr gut. Jan: Ja sehr gut, das Konzert war wirklich super. Wie war eure Anreise nach Horb

Dries: Wir kamen direkt von Belgien, sie war lang genug.

Jan: Wir fuhren mit einem sehr kleinen Van und sonst fahren wir eigentlich größere Busse. Für uns war es sehr eng und eine sehr lange Fahrt. Wir waren sehr froh als wir endlich angekommen waren.
Ihr spielt viele Festivals dieses Jahr. Gibt es eines auf das Ihr euch besonders freut?

Dries: Auf das wir uns freuen? In 2 Wochen spielen wir auf dem „Pukkel Pop“ in Belgien. Das ist ein sehr gutes Festival. Letztes Jahr haben wir auch eine DVD dort aufgenommen. Das wird sicher wieder gut.
Welches war die beste Show bisher dieses Jahr?

Jan: Oh das ist schwer.... Vielleicht das eine bei „Rock Werchter“ – das ist das größte Belgische Festival und es ist immer wieder nett in Belgien zu spielen, denn wir spielen momentan ziemlich viele Gigs in Europa und kommen so nur sehr selten dazu in Belgien zu spielen. Wenn wir dann mal dort spielen freuen sich die Fans sehr uns zu sehen und die Atmosphäre ist immer super. Die Fans haben Spaß, wir haben Spaß, wir haben einen super Platz im Line up gehabt und waren die zweite Band im Line-up. Das war sehr cool.

Wie habt ihr euch denn kennen gelernt?

Dries: Wir haben zusammen Gräber ausgehoben [lacht]

Jan: Nein, übers Internet!

Dries: Ja, beim Sex-Chat [Gelächter] Cyber-Sex

Jan: Nein, kein Cyber-Sex, es war ein normaler Chat.

Wir waren noch sehr jung und eigentlich war es uns noch gar nicht erlaubt, uns in solchen Chats aufzuhalten, wir waren ja erst 10 Jahre alt.

Dries: Als erstes dachte ich er ist ein Mädchen.

Jan:Wir haben uns getroffen – er dachte ich bin ein Mädchen und als wir uns trafen sah er dann, dass ich kein Mädchen bin. Ich habe dann gesehen, dass Dries Drums spielt und ich hatte eben erst angefangen Gitarre zu spielen, also dachten wir, wir könnten ja eine Band gründen. Wir machten ein paar Proben – ohne eigene Songs, wir haben einfach nur so rumgespielt. Und wir hatten Spaß.

Manchmal probten wir auch über Skype.

Dries: Ja, das ist sooo gut! Ich sitze hinter meinem Drumkit mit der Webcam und meine Mutter hat immer die Webcam gehalten. Und ich sagte immer „Mum, es ist für Jan, es muss gut werden“

Jan: Es war immer sehr witzig mit der Zeitverzögerung, weil mein Internet so langsam ist. Aber jetzt proben wir immer in echt, weil ich kein Internet mehr habe.
Gibt es noch andere Instrumente die ihr gerne spielen Könntet?

Jan: Vielleicht Klavier. Aber nicht im Klassischen Weg, aber wie man es zum Beispiel bei den „Rolling Stones“ hört, sehr Blues-lastig.

Dries: Definitiv Gitarre.

Jan: Er hatte eigentlich eine Gitarre, aber er hat sie verkauft. Es war eine sehr gute sogar.

Dries: Eine nach Maß angefertigte Yamaha.

Jan: Zu dieser Zeit war er ein riesiger „Nirvana“ Fan und er schrieb „Nirvana“ auf seine schwarze Gitarre – mit schwarzem Edding, also konnte man es nicht mal lesen. Ich musste meine nicht verkaufen, denn ich hatte den besseren Verstärker.

Dries. Er hat immer Jimmy Hendrix gespielt. Ich dachte immer seine Gitarre wäre eine richtig gute Gitarre, aber sie war schlecht. Egal, wir haben sie verkauft und einen Guten Preis dafür bekommen.
Was inspiriert euch?

Dries: [zeigt auf die Bierflaschen vor sich]

Jan: Andere gute Musik, wie „The Rolling Stones“, „Galagher“, „Led Zeppelin“, ...

Dries: „The Yeah Yeah Yeahs“, „Black Rebel Motor Cycle Club“

Jan: Und auch die Städte die wir besuchen, wie Barcelona,

Dries: Jaa! Am Strand!

Jan: Berlin, London,
Schreibt ihr eure Songs zusammen?

Dries: Über Skype [grinst]. Wenn Jan eine neue Idee hat, dann geht er ins Skype und ruft mich an oder schreibt mir zuerst eine SMS mit „KOMM ONLINE“ und dann lässt er mich seine neue Idee hören. Und ich versuche etwas gutes zu finden. Und dann proben wir zusammen. Das ist so der Grundriss sozusagen.

Jan: Ja und danach fangen wir an zu spielen und zu spielen und zu spielen und schauen was passiert, die guten Sachen behalten wir, die schlechten verwerfen wir wieder. Wir versuchen eine gute Struktur in das alles reinzubringen und im Endeffekt einen guten Song zu schreiben.

Und wo ist für euch der beste Ort Songs zu schreiben?

Jan: Es gibt nicht wirklich einen guten Ort wo wir Songs schreiben, es passiert einfach. Wir spielen einfach und es kommen gute Dinge dabei raus und der Song ist schon da bevor du es wirklich realisierst. Es sind immer ganz verschiedene Orte und Zeiten.
Und arbeitet Ihr gerade an neuen Songs oder einem neuen Album?

Dries: Ja

Jan: Ja, wir haben gerade angefangen an einem neuen Album zu arbeiten, aber wir verbringen gerade sehr viel Zeit auf Tour, also bleibt nicht so viel Zeit mit neuem Material zu arbeiten aber nächste Woche werden wir Proben haben. Und es ist nicht so, dass wir neue Songs haben, wir haben einfach angefangen zu jammen und zu spielen. Je mehr wir spielen, desto mehr gute neue Sounds kommen ans Tageslicht.
Denkt ihr, dass ein bestimmtes Image wichtig ist für euch als Band?

Jan: Ja, wirklich. Vor allem jetzt mit dem ganzen Internetkram.

Dries: Ja unbedingt.

Jan: Es gibt so viele Bands, bei denen die Musik alleine einfach nicht reicht, du musst dir ein starkes Image kreieren. Und sogar nur die Klamotten die du trägst und deine Website sind wichtig. Das ist wirklich witzig das zu sagen, denn unsere Website ist wahrscheinlich die schlechteste aller Zeiten – und bestimmt auch im ganzen Internet. Wir müssen daran noch bisschen arbeiten.

Dries: Es ist wichtig, wenn man sich mal Bands anschaut wie „The Dead Weather“ zum Beispiel. Die haben ein sehr sehr starkes Image und wenn du ein gutes Image hast scheint es als wärst du eine größere Band, nur weil du gut rüberkommst.
Welche Bands habt ihr euch angehört als ich jung wart?

Jan: „Dog Eat Dog“

Dries: „Samson und Gert“ [Anm.: Belgische Kinder-Serie mit einem Mann und einem Hund]

Bob der Baumeister – aber das war als ich 12 Jahre alt war

Jan: „Nirvana“, „Dog Eat Dog“, „Pennywise“

Dries: „Limp Bizkit“, “Sum41”

Jan: Und „Blink 182“
Und hört ihr immer noch diese Bands?

Jan: Nein, überhaupt nicht mehr. Aber sie spielen auch beim diesjährigen „Pukklepop“ – also „Blink 182“. Und wir haben sie noch nie gesehen. Ich bin sehr gespannt sie zu sehen!

Dries: Eine sehr gute Band.

Jan: Sie haben einen guten Drummer.

Dries: Ja er ist sehr gut!

Jan: Und er hat einen Flugzeugabsturz überlebt!
Was denkt ihr, welche Vorraussetzungen braucht man, um ein guter Musiker zu werden?

Jan: Ein bisschen Talent und dann musst du versuchen dein Talent mit harter Arbeit und täglicher Übung weiterzuentwickeln. Und wenn du gut bist, fühlst du, dass deine Entwicklung sehr schnell voran geht und du jeden Tag besser und besser wirst. Wenn du nach ein paar Monaten merkst dass es nicht dein Ding ist, wirst du auch nie ein guter Musiker sein. Zusammen zu spielen ist der Beste Weg, das rauszufinden.

Dries: [lacht] Zusammenspielen – das hört sich immer so lustig an. Natürlich in Musikalischer Hinsicht!
Ein Wort, das Michael Jackson beschreibt?

Dries: King of Pop

Jan: ja aber das sind 3 Wörter

Dries: Aber die gehören doch zusammen!
...The Black Box Revelation

Dries: [wie aus der Pistole] SEX
...Festivals

Jan: Musik

Dries: Bier

Jan: Musik!

Dries: Musik...
...Belgien

Dries: Bier

Jan: Ja – Bier. Oder Waffeln, Schokolade, Pommes Frites
Der letzte Song ist manchmal der Beste, weil...

Dries: Weil der letzte Song immer derjenige sein wird, an den du dich erinnern wirst.

Jan: Du arbeitest dich immer nach oben und der letzte Song sollte eine Explosion sein. Das sollte einfach das Beste sein. Wie ein „Grande Finale“

Dries: Du wirst dich immer an den letzten Song zurück erinnern. War er gut – war ES gut, war er schlecht – denkst du es war scheiße.
Einen Satz den ihr in Deutsch sagen könnt?

Jan: Buchstabieren? Kannst du das mal buchstabieren? Kannst du Das.... Das ist Rauchen, Treffen, Tischtennis,,,

Dries: Rauchen kann tödlich sein

Jan: Buchstabieren ist das erste Wort das ich in Deutsch gelernt habe

..... an dieser Stelle beenden wir das Interview – die Deutschstunde mit „The Black Box Revelation“ wurde noch eine weile fortgesetzt – das alles hier festzuhalten wäre zu viel des guten.

 

26.08.2010, 12:55 von J. Zekl


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