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Interview mit Ben Johnston - Biffy Clyro am Taubertal
19.09.2014
Im Backstagebereich wartete bereits „Ben Johnston”, der Drummer der Band auf uns. n seiner Hand hielt er einen Trainings-Ball, mit dem er sich schon auf die Show am Abend vorbereitete.

britishrock.cc: Erinnerst du dich an letztes Jahr, als ihr auch schon auf dem Taubertal Festival gespielt habt?

Ben: Oh ja ich erinnere mich. „Chase & Status“ haben letztes Jahr auch gespielt. Es fühlt sich gar nicht so an als sei das erst ein Jahr her. Ich kann nicht glauben, dass das schon ein Jahr her ist, ich bin schockiert. Aber ja, es war fantastisch im letzten Jahr.

britishrock.cc: Vor vier Jahren hatten wir ein Interview mit James (dem Bassisten und Bruder von Ben). Wir unterhielten uns über Fußball, die WM und dass Ihr große Fans des deutschen Teams seid. Ist das immer noch so? Habt ihr die Weltmeisterschaft verfolgt?

Ben: Ja immer noch. Immer wenn wir in Deutschland sind schauen wir Fußball. Deutschland war unglaublich gut dieses Jahr, wir haben die Weltmeisterschaft mit viel Freude verfolgt und genossen. Wie Deutschland Brasilien zerlegt hat war großartig, wirklich verrückt.

britishrock.cc: Ihr reist dieses Jahr sehr viel, sind eigentlich noch Länder übrig, in denen ihr noch nicht wart?

Ben: Ja, es sind noch ein paar wenige Länder übrig. Wir waren Anfang des schon in Israel und Russland. Zum Glück waren wir dort recht früh. (Anm. britishrock.cc: vor den Unruhen) Wir gehen dann noch nach Neuseeland und Südamerika, um in Mexiko, Brasilien und Argentinien zu spielen. Aber nach diesem Jahr bleibt nicht mehr viel übrig. Vielleicht noch Korea und China. Es ist immer interessant in diese Länder zu reisen um zu sehen, ob du dort Fans hast. Heutzutage kauft ja keiner mehr Platten, daher ist es schwerer zu sagen, ob dich dort überhaupt jemand mag. Wir sind glücklich, dass es gut läuft. Aber wir lieben es auch zurück nach Deutschland zu kommen. Deutschland ist unsere zweite Heimat.

britishrock.cc: Seid ihr durch die vielen Shows und das Touren nicht irgendwann erschöpft? Wie sammelt ihr erneut eure Energien vor einer Show?

Ben: Ich glaube die Energie kommt einfach wenn man die Bühne betritt. Manchmal sitzt man lethargisch im Backstage Bereich und weiß nicht, ob man genug Energie hat, um die Show zu schaffen, aber sobald du die Bühne betrittst, bekommst du so viel Energie und Feedback vom Publikum. Wir touren heute sensibler als früher. Weil man, wenn man zu viel tourt und Termine hat sonst sofort einen „Burn Out“ bekommt und das ist das letzte was wir wollen. Wir haben aus der Vergangenheit gelernt und achten darauf, dass wir genug freie Tage zwischen den Shows haben. Und wenn wir dann einen Tag frei haben, unternehmen wir sehr sehr wenig.

britishrock.cc: Wir haben uns Fotos von eurer diesjährigen „T-in the Park“ Show angeschaut und es sah einfach alles riesig aus. Ihr hattet eine große Lichtshow, Feuerwerk, Skulpturen. Was hat sich noch alles verändert seit wir uns das letzte Mal 2010 gesprochen haben?

Ben: (freut sich über das erwähnte Feuerwerk) Die Größe des Publikums. Der Druck war riesig. Das ist das Festival, auf dem wir entdeckt wurden und es war jetzt das zehnte Mal, dass wir dort gespielt haben. Die ganze Familie war da und es war wirklich ein riesen Druck. Es ist schwer in Worte zu fassen, was sich seit damals „T-in the Park“ alles geändert hat. Man kann es fast katalogisieren, wie wir uns jedes Jahr weiter entwickelt haben und wie wir bei „T in the Park jedes Jahr im Line Up waren und auf jeder Bühne die es dort gibt gespielt haben, außer im Party-Zelt. Dieses Jahr war aber wirklich ein sehr besonderer Auftritt.

britishrock.cc: Ihr habt vor kurzem euer B-Seiten Album „Similarities“ herausgebracht. Bereut ihr es heute, dass es vielleicht einer davon nicht auf das Album „Opposites“ geschafft hat?

Ben: Alle davon, ganz im Ernst, es war so schwer die Songs für „Opposites“ auszuwählen. Zu entscheiden welcher, Song zurückgelassen wird war am schwersten. Wir wussten aber, dass es eine B-Side Collection geben wird. Es ist hart sich das Album anzuhören und zu denken – „oh ich kann nicht fassen, dass dieser Song nicht auf dem Album ist“, und dann hörst du dir aber „Opposites“ an und es gibt wirklich nichts, was man daran ändern würde. Es ist ein komisches Gefühl, welches mich immer beim anhören überkommt.

britishrock.cc: Welches ist eure beste B-Seite?

Ben: Ouh das ist schwer…“Thundermonster“ am ehesten.

britishrock.cc: Werdet ihr heute eine B-Seite spielen?

Ben: Nein, nicht heute Nacht. Ich glaube dafür wir haben heute nicht genug Zeit. Es ist schon schwierig genug, sechs Alben in einem Set unterzubringen, aber wir spielen heute von jedem Album mindestens einen Song.

britishrock.cc: Wir lieben Euer Album „Revolutions - Live at Wembley“. Wo hört man sich das Album am besten an? Im Auto? Zu Hause?

Ben: Ich glaube beides. Aber ich mag es beim Autofahren, es ist toll die Energie vom Konzert nochmal mitzubekommen. Aber eigentlich überall, so lange es laut ist und aus einer anständigen Anlage kommt.

britishrock.cc: Einfachheit vs. Komplexität, wie geht ihr damit als Band beim Song schreiben um?

Ben: Es ist eine ausgeglichene Balance. Auf den früheren Alben war es immer sehr komplex und wir hassten das Einfache. Aber wenn du mit der Zeit mehr Gewicht in die Texte legst, dann wird die Melodie einfacher und da muss man dann ein Gleichgewicht finden. Das macht einen perfekten Song aus.

britishrock.cc: 5 Fragen - Wort als Antwort

britishrock.cc: Road oder Studio?

Ben: Das ist unmöglich …. Road.

britishrock.cc: Lennon oder Mc Cartney?

Ben: Lennon

britishrock.cc: Wenn du einen Song das erste Mal hörst, was trifft dich zuerst, der Text, die Melodie oder der Rhythmus?

Ben: Melody

britishrock.cc: Jemand hat noch nie etwas von „Biffy Clyro“ gehört, mit welchem Song sollte er starten?

Ben: Bubbles

britishrock.cc: In einem Wort „Biffy Clyro“

Ben: …(überlegt) Das ist richtig schwer! .... AWESOME (grinst)

britishrock.cc: Wunderbar. Vielen Dank für das Interview!

Ben: WUNDERBAR

Jasmin Zekl und Stephanie Bauer (Copyright: britishrock.cc)

19.09.2014, 11:03 von Stephanie Bauer


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